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Burg Kerpen
(Kerpen)

Chronik:

1136 wird mit „sigisbertus de kerpene“ erstmals ein Herr von Kerpen in einer Urkunde des Klosters Prüm erwähnt. ER oder sein Sohn Heinrich I. von Kerpen kommen als Erbauer der Burg in Frage.

1265 trägt Theoderich II. die Burg dem Erzstift Köln zu Lehen auf. Der Besitz des Hauses Kerpen wurde zuvor zwischen ihm und seinem Bruder Wilhelm II. geteilt, der die Burg Manderscheid erhielt.

1299 wird Theoderich III: als Lehnsmann der Kölner Kirche genannt. Seine 3 Söhne sind die Stammväter der Linien LInster, Möhldorf und Illingen, die jeweils Eigner der Stammburg Kerpen bleiben.

Im 14. Jh. gerät das Haus Kerpen zeitweise unter den Einfluß des Erzbistums Trier. Doch mit Beginn der 1340er Jahre gehören die Kerpener wieder zur Anhängerschaft des Kölner Erzbischofs.

1351 wird Dietrich von Kerpen-Warsberg mit Illingen ( Saar ) belehnt.

Um 1400 beginnt die Herrschaft Sombreff.

1451 erwirbt Wilhelm von Sombreff das letzte Drittel Kerpens, nachdem er zuvor ein Drittel geerbt und ein weiters gekauft hatte.

Um 1450 vergrößert sein Sohn Wilhelm II. die Besitzungen durch seine Heirat mit Gertrud von Saffenburg um die Teile der Herrschaften Tomburg und Landskron.

Sein Sohn Friedrich I. kommt in langwierige Streitigkeiten und Fehden um jene Gebiete

Als er 1483 stirbt, vermacht er die Herrschaft seinem Sohn, der kinderlos bleibt.

Nach dessen Tod geht der Besitz 1504 an seine Schwester Magarethe, die letzte des Geschlechts Sombreff-Kerpen über.

1506 ehelicht sie Graf Dietrich IV. von Manderscheid-Schleiden, der somit die Herrschaft Kerpen übernimmt.

Nach dessen Tod kommt es zu langen Erbstreitigkeiten.

1560 fällt die Herrschaft Kerpen an Dietrich VI. von Manderscheid-Schleiden, dem „Wegbereiter des Protestantismus in der Eifel“. Während seiner Regierung wird Kerpen von größeren kriegerischen Auseinandersetzungen in Mitleidenschaft gezogen.

1593 stirbt Dietrich ohne einen Erben bestimmt zu haben. Daraufhin besetzt sein Schwager Philipp von der Marck kurzerhand die Burg und führt wieder den Katholismus wieder ein.

1607 versucht der Graf von Manderscheid-Gerolstein mit ca. 300 Mann vergeblich die Burg zu stürmen.

1611 endet der Erbstreit mit einem Vergleich. Die Herrschaft bleibt im Besitz der Herren von der Marck.

Im 30-jährigen Krieg ist die Burg mehrfach Zufluchtsort für die Mönche des Klosters Niederehe, welches verwüstet wird.

1653 ist die Herrschaft Kerpen, nach dem Tod von Graf Ernst von der Marck, erneut Gegenstand von Erbstreitigkeiten. Graf Ferdinand von Löwenstein-Wertheim besetzt die Burg.

1674 gibt das Reichskammergericht in Speyer jedoch den Ansprüchen der Herzogin von Arenberg statt.

1682 setzen sich franz. Truppen auf der Burg fest und verwüsten sie bei ihrem Abzug.

1689 fallen erneut franz. Truppen ein und beschädigen die Burg schwer. Beim Abzug lässt General Bouffleurs die Werkbauten sprengen.

Pläne im 18. Jh. die Ruine danach zum Schloß umzubauen, werden nicht realisiert.

1794 besetzen franz. Revolutionstruppen erneut die Herrschaft. Die Burg wird den Arenberger enteignet und das Steinwerk auf Abbruch versteigert.

1815 kommt Kerpen unter Preußische Herrschaft.

1893 nimmt sich Johann Heinrich Dün der Ruine an. Die Ruine wird vom Schutt befreit und der Bergfried mit einem Zinnenkranz versehen.

1905 werden die südlichen Bauten wg. Einsturzgefahr niedergelegt.

1911 kauft der Maler Fritz von Wille die Burg und errichtet den südwestlich gelegenen Atelierbau. Seine Bilder der Eifel erlangen hohen Bekanntheitsgrad.

1941 erwirbt die Fa. DEMAG nach Willes Tod die Burg und nutzt sie als Schulungsheim. In den 50er Jahren finden Sicherungs- und Umbauarbeiten statt.

1968 erwirbt der Kreis Grevenbroich die Burg und richtet ein Landschulheim ein.

Heute gehört die Burg dem Kreis Neuss. Das Landschulheim wurde aufgrund mangelnder finanzieller Mittel geschlossen.