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Burg Wachsenburg
( Burg Wassenburg )
(Holzhausen)

Chronik:

Um 930 wird die Burg erstmals erwähnt. Ihr Erbauer ist wohl der Benediktiner Abt Meingoth von Hersfeld.

Im 11. Jh. ist dokumentiert, daß die Burg aufgrund von Fehden schweren Schaden nimmt. Doch Abt Friedrich ( 1090 bis 1098 auf der Burg ) lässt die Veste wieder herrichten.

Ums Jahr 1100 wird die Wassenburg den Landgrafen von Thüringen überlassen.

Im weimarischen Erbfolgekrieg 1112 bis 1120 läßt Kaiser Heinrich V. die Wassenburg besetzen.

1170 wird ein "Ritter Adelher von Wassenburc" ( offenbar ein Burgmann ) erwähnt, der für Hersfeld amtierte. Als die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Hohenstauffen und Welfen das Land erschütterten und die Abtei für den Stauffer Philipp von Schwaben Partei ergreift, wird die Burg in die Kämpfe hineingezogen. Der welfisch gesinnte Erzbischof von Köln setzt sich gegen Ende des 12. Jahrhunderts auf der Wassenburg fest.

1204 wird die Burg durch einen Sturmangriff des Philipp von Schwaben eingenommen, dieser jedoch 1206 wieder vertrieben. Die Burg kommt in den Besitz der Grafen von Käfernburg, deren Nachfolger die Grafen von Schwarzburg sind.

Am 31.Mai 1230 brennen die Türme auf den Häusern Wassenburg, Mühlberg und Gleichen aufgrund eines Blitzeinschlages. Daher der Name "die Drei Gleichen".

Ende 13.Jh. erlebt die Wassenburg unter den Grafen von Käfernburg, den Grafen von Orlamünde und ab 1306 unter den Grafen von Schwarzburg, ihre Blütezeit. Die Schwarzburger weilen oft auf der Burg.

1340 gründet Günther XVIII. die Linie Schwarzburg-Wassenburg.

1369 müssen die Grafen Günther XXX. und Johann II. von Schwarzburg die Wassenburg an den Thüringer Landgrafen Friedrich III. verkaufen um die Kriegsschulden gegenüber dem Bischof von Würzburg bezahlen zu können.

Um 1448 kommt die Burg in die Hände des berüchtigten Raubritters Apel von Vitzthum.

1451 stürmen Erfurter, Mühlhäuser und Nordhäuser Bürger zusammen mit Mansfelder Bergleute von Haarhausen aus die Raubritterburg. Burghauptmann Kerstan von Hayn ergibt sich samt reichen Diebesgutes und 30 Mann Besatzung. Apel von Vitzthum ist jedoch durch einen unterirdischen Gang entflohen.

1525 sammeln sich 4000 Bauern vor der Burg ( diese war inzwischen im Besitz der Herzöge von Sachsen ), um sie zu stürmen. Der Gothaer Superintendenten Myconius jedoch kann die Aufständischen gerade noch davon abhalten.

Im 30-jährigen Krieg nimmt die Burg schweren Schaden.

1640 gelangt die Veste in den Besitz Herzog Ernst des Frommen von Sachsen-Gotha.

1651 – 1660 läßt dieser die zerstörte Burg nach und nach wieder aufbauen. U.a. wird die Wasserversorgung durch die Schachtung des 93 m tiefen Brunnens gewährleistet.

Im 18. Jh. wird die Burg zum Militärgefängnis erklärt.

1762 besetzen Franzosen die Veste.

1826 – 1918 gehört die Burg dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Die Regenten zeigen ein reges Interesse an der Wachsenburg. Z. Bsp. läßt Herzog Ernst II. aus dem ehemaligen Gotteshaus den ansehnlichen Rittersaal herstellen, sowie das gesamte ehemalige Kirchengebäude ausbessern.

1856 stirbt der letzte besoldete Kommandant der Burg, Hauptmann Friedrich Saul, auf der Wachsenburg.

1861 zieht Korporal Schottmann als Kastellan und Wirt auf die Burg ein. Seit dieser Zeit gibt es eine Gastronomie.

1905 wird der Hohenlohe-Turm, der an Stelle des im Jahre 1230 abgebrannten mittelalterlichen Bergfrieds steht von Erbprinz Ernst zu Hohenlohe - Langenburg eingeweiht.

1907 läßt der Finanzier Julius Diehl die Geschützhalle Bastion Carl - Eduard erbauen. Der Herzog wohnt den Eröffnungsfeierlichkeiten bei.

1923 geht das Vermögen der Herrschaft Sachsen-Gotha als mit allen Rechten und Pflichten auf das Land Thüringen über. Hierzu gehört auch die Wachsenburg.

1964 werden Teile der Anlage durch den Rat des Kreises Arnstadt unter der Bauleitung von Herrn Architekten A. Keller saniert, leider jedoch nicht immer zum Vorteil der mittelalterlichen Burg.

1969, nachdem die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, übernimmt die Handelsorganisation Arnstadt die gastronomische Einrichtung und das Burghotel. Die Veste wird zum beliebten Ausflugsziel für Gäste aus nah und fern.

1991 erhält der Freistaat Thüringen die Wachsenburg als Eigentum. Durch den Landkreis Arnstadt werden diverse Bauarbeiten an Ringmauer und Hohenloheturm ausgeführt.

1994 werden Bauarbeiten am Nordflügel und am Brunnenhaus durch die Oberfinanzdirektion Erfurt ausgeführt. Ausbau der Hotelzimmer durch Familie Wagner.

1996 erfolgt der Neubau der Burgküche und der Heizungsanlage.

1999 verkauft der Freistaat Thüringen die Wachsenburg an die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen in Erfurt.

2001 erwirbt Familie Wagner die Veste von der LEG Thüringen. Im gleichen Jahr eröffnet das Burgmuseum wieder seine Pforten. Am 8.September ist die Wiedereröffnung des "Neuen Burgmuseums" im Nordflügel und Hohenloheturm.

2002 werden umfangreichen Sanierungsarbeiten am Beamtenhaus/Nordflügel, dem Stromhaus, der Bastion und der Ringmauer durchgeführt

2003 wird die St. Georg Kapelle im Erdgeschoß des Hohenloheturmes feierlich eingeweiht.