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Burg Zwernitz
(Wonsees OT Sanspareil)

Chronik:

1156 datiert die erste urkundliche Erwähnung der Burg. Sie ist im Besitz der Brüder „friedrich und uodalrich de Zvernze“ aus dem Haus der Walpoten.

Dieses Geschlecht verliert im 13. jh. mehr und mehr an Ansehen und muß schließlich

1235 die Burg aufgeben.

1260 kommt diese an die Grafen Otto und Hermann von Orlamünde.

1290 verkaufen diese sie wieder an Friedrich von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern.

1318 ist Burg Zwernitz Sitz eines burggräflichen Amtes und Halsgericht.

1430 schließen der Hussitenführer Prokop der Große und der Nürnberger Burggraf Friedrich VI. einen befristeten Waffenstillstand, den sich Prokop mit 9.000 Gulden vom Burggrafen, 12.000 Gulden vom Bistum Bamberg und weiteren 12.000 Gulden von der freien Reichsstadt Nürnberg teuer bezahlen läßt.

Hundert Jahre später herrscht über die Burg der wilde Markgraf Albrecht Alcibiades. Er führt erbarmungslose Fehde gegen seine fränkischen Nachbarn. Dies führt dazu, dass am 21. Juni

1498 wird der Bergfried in das markgräfliche Signalsystem eingebunden.

1553 wird die Burg durch Nürnberger Truppen unter der Führung des Obristen Haug von Parsberg erobert und niedergebrannt.

1570 beginnt man mit dem Wiederaufbau.

Bis 1585 verwalten Albrechts gegner die Burg.

1634 fällt sie erneut einem Brand zum Opfer. Der hohenzollernsche Markgraf Christian von Bayreuth, der sich dem protestantischen Führer König Adolf Gustav von Schweden angeschlossen hatte, läßt die Burg niederbrennen, damit sie nicht kaiserlich-kroatischen Truppen nicht die Hände fällt.

1661 wird der Wiederaufbau der Burg amtlich verfügt, doch bis in die Mitte des 18. Jh. bleiben viele Gebäude baufällig.

1669, 1679 und 1762 wird der Bergfried von Blitzeinschlägen getroffen.

1732 wird der Bergfried mit hölzernen Zinnen versehen und

1747 erhält er eine Uhr und zwei Klocken.

1745 – 1748 erlebt die Burg unter der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth ihre Blütezeit. Sie läßt den Felsenhain auf der Nordseite der Wehranlage zum ersten Landschaftsgarten auf dem europäischen Kontinent umgestalten. Er gilt als absolutes Kleinod unter den europäischen Gärten. Ihr Gemahl, Markgraf Friedrich von Bayreuth, nennt ihn deshalb „Sanspareil ( = ohne Gleichen ).

1810 müssen die Hohenzollern mit dem Verlust der Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth an Bayern auch die Burg abtreten.

Seit 1942 untersteht sie der Obhut der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.