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Burgruine Hohenrechberg
(Rechberg)

Chronik:

Die erste Erwähnung eines Geschlechts der von Rechberg finden wir am 22.01.1179, als Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kloster Rot ein Privileg ausstellt und ein Ulricus de Rehperc als Zeuge benannt wird.

Der Bau der Burg fällt in die erste Hälfte des 13. Jh. Die Rechberger waren Marschälle der Hohenstaufer.

1355 ist dokumentiert, daß Wilhelm I. von Hohenrechberg 16 Tagwerk Wiesen am Berg zu Rechberg kauft.

1441 findet ein Seyfried von Holz, Burgvogt zu Hohenrechberg urkundliche Erwähnung.

1448-1450 plündern Kriegsleute der Reichsstädte Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall die Umgebung der Burg, wagen diese jedoch nicht anzugreifen.

1473 verleiht Kaiser Friedrich III. Ulrich I. von Hohenrechberg das Recht „Stock und Galgen“ aufzurichten.

Während des Bauernkrieges wird Hohenrechberg von den plündernden Bauern verschont. Die Burgbewohner müssen jedoch mit ansehen, wie zwischen dem 17. April und 2. Mai 1525 die Klöster Lorch und Adelberg sowie die nahe gelegene Burg Hohenstaufen niedergebrannt werden.

1546 zieht der Schmalkaldische Bund vor Hohenrechberg auf. Die Burg bleibt allerdings unversehrt, dagegen wird Schwäbisch Gmünd eingenommen.

1554 tötet der als jähzornig bekannte Ulrich III. von Rechberg einen württembergischen Vogt und einen Geleitsknecht, worauf Herzog Christof von Württemberg dem Rechberger den Krieg erklärt. Am 26. Februar ziehen die Württemberger unter Wilhelm von Janowitz, Melchior Schaufuß und Jörg von Schaumberg mit Fußvolk und Geschützen vor der Burg auf. In Abwesenheit des Burgherrn übergibt Ulrichs Gemahlin Anastasia die Burg kampflos. Die Burg wird danach württembergisch besetzt.

Am 9. April 1555 erhält Ulrich III. den Hohenrechberg wieder zurück.

Um 1590 beschreibt Martin Cusius den Hohenrechberg in gutem Zustand.

1599 geschieht folgendes: In den Auseinandersetzungen um das Erbe von Staufeneck-Hohenrechberg, hervorgerufen durch die nicht standesgemäße Verheiratung der Maria Magdalena von Rechberg mit ihrem Schreiber Johann Feigenputz, lässt Herzog Friedrich von Württemberg nicht nur Burg Staufeneck besetzen, sondern am 25. November auch einige hundert Mann vor Hohenrechberg aufmaschieren. Sie sprengen die Riegel des äußeren Tores und dringen in den äußeren Zwinger ein. Der Burgvogt übergibt kampflos den Hohenrechberg an die Württemberger, die eine Besatzung von acht Mann in die Burg verlegen.

Am 19. September 1601 gelangen die Herren von Rechberg gegen Bezahlung von 18000 fl. wieder in den Besitz ihr Burg.

1626 werden die von Rechberg in den Grafenstand erhoben, nennen sich aber später wieder Freiherrn, bis in Ba-Wü und Bayern der Grafentitel anerkannt wird.

1642 heiratet Graf Kaspar Bernhard II. die Rheingräfin Anna Amalie.

Im letzten Kriegsjahr des 30jährigen Krieges wird die Burg durch in Schorndorf stationierte französische Soldaten eingenommen und verwüstet.

1786 wird der Altar der Kapelle im Westbau zerstört.

1796 speist General Moreau von der französischen Rheinarmee mit 8 Generälen, dem Kriegskommissar und 40 weiteren Offizieren auf Hohenrechberg.

1865 wird die Burg durch Blitzschlag in den Westbau zerstört. Der Westwind treibt das Feuer über alle Gebäude der Hauptburg. An einen Wiederaufbau ist nicht zu denken. Die Burg bleibt als Ruine liegen.

Die Burg ist bis in die 90er Jahre des 20. Jh. im Besitz der Familie Rechberg zu Rothenlöwen. Danach wird sie privat weiter verkauft. Der heutige Besitzer möchte anonym bleiben.