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Burgruine Münzenberg
(Münzenberg)

Chronik:

Im 12. Jh. erwirbt Konrad von Hagen-Arnsberg im Tausch mit dem Kloster Fulda den Münzenberg in der Absicht dort eine stattliche Burg zu errichten. Die Herren von Arnsberg waren dem Kaiser treu ergebene Ministerialien. Den Bau der Burg kann aber erst der Sohn Konrads, Kuno realisieren, der sich

ab 1165 nach der Burg von Münzenberg nennt. Aufgrund der romanischen Bauweise ist nachweisbar, dass nur die Kernburg in dieser Zeit erricht wurde.

1217 verliert Kuno II. von Münzenberg die Burg und alle seine Rechte, weil er sich auf die Seite Otto VI. stellt und damit gegen die Staufer. Vermutlich geht seine Entmachtung mit der Erstürmung der Burg einher, da man in neuerer Zeit Brandschutt gefunden hat, der auf einen größeren Schaden zu dieser Zeit schließen lässt. Sein jüngerer Bruder Ulrich I. wird an seiner Stelle als Burgherr eingesetzt.

1240 vertreibt ihn sein Sohn Kuno III. von der Burg. Ulrich stirbt bald darauf.

1244 stirbt auch Kuno III . Der Besitz fällt an seinen Bruder Ulrich II., der den zweiten ( westlichen ) Bergfried errichten lässt.

1255 stirbt Ulrich II. kinderlos, so dass sein Erbe in ganerbischer Folge zu je 1/6 an die Häuser Hanau, Assenheim, Schönberg, Falkenstein, Königstein und Dreieich fällt, in die seine 6 Schwestern eingeheiratet hatten.

Bis 1286 gelingt es Philipp von Falkenstein alle Anteile bis auf den Hanauischen zu erwerben. Er lässt auf der Nordseite einen zweiten Palas errichten, den Bering erhöhen und einen zweiten vorlagern, so dass der Wehrgang entsteht. Und er führt den Bau des Westurmes fort.

1418 stirbt das Geschlecht der Falkensteiner im Mannesstamm aus. Die Burg fällt zu 3/6 an das Haus Solms und zu je 1/6 an Eppstein und Isenburg. Hanau hielt weiterhin seinen 1/6 Anteil.

Um 1500 sind die letzten Ausbauarbeiten an der Burg nachweisbar. Es entsteht der äußere Bering, sowie die Bastionen am Haupttor und im Westen. Zu dieser Zeit residierten die Solmser aber schon nicht mehr auf der Burg, sondern ließen sie verwalten.

Um 1600 ist die Burg bereits in ruinösem Zustand. Ihre militärische Bedeutung hatte sie lange zuvor schon verloren.

1621 und 1630 wird die Burg zweimal besetzt und nochmals schwer beschädigt.

1736 fällt der Hanauer Teil an Hessen-Kassel.

1806 kommt ganz Münzenberg samt Ruine territorial an Hessen-Darmstadt.

1847 finden erste Sicherungsarbeiten statt, die

1900 – 1901 fortgesetzt werden.

1935 kommt die Ruine aus überwiegend Solmser Hand an das Land Hessen.

Heute obliegt der Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen die Unterhaltung der Ruine.