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Burgruine Schauenburg
(Oberkirch)

Chronik:

1050 läßt Herzog Berthold II. von Zähringen die Burg erbauen und mit Burgmannen besetzen.

1090 geht sie durch die Heirat von Bertholds Tochter Luitgarde mit Gottfried Pfalzgraf von Calw an das Haus Calw und Eberstein über. Diese nennen sich fortan nach von  Schauenburg.

1131 heiratet die Tochter Gottfrieds, Herzogin Uta von Schauenburg, Welf IV., ein Bruder Heinrich des Stolzen von Bayern. Welf, erst 18-jährig, gerät in Streit mit Utas Vetter, dem Grafen von Calw, der nicht zulassen will, daß die Burg aus Zähringischer in Welfische Hand kommt. Er belagert daraufhin die Burg mit Verbündeten.

1133 veranlaßt Kaiser Lothar den Abzug der Belagerer. Später lebt Uta, nach der Trennung von Welf, zeitweise auf der Burg.

1197 stirbt Uta und die Burg ist dann doch kurz in welfischer Hand. Doch auch Welf VI. stirbt nur kurze Zeit später und Kaiser Heinrich VI. zieht die Burg als Reichsgut ein.

Um 1200 gelingt es Uta's Vetter, Eberhard von Eberstein, die Burg an sich zu bringen. Sie bleibt bis zum Aussterben der Ebersteiner ( 1660 ) deren Lehen.

Ab dem 13. Jh. entstehen auf der Burg diverse Ganerbenschaften.

1432 zeigt sich erneut die strategisch wichtige Bedeutung der Burg. Aus einem kleinen Streit zwischen den Häusern Staufenberg und Württemberg entsteht eine Fehde, in deren Verlauf die Burg belagert und mit Steingeschoßen schwer beschädigt wird.

1433, nach Beilegung des Streits, schließen die Bewohner der Burg einen Burgfrieden, in dem das künftige Zusammenleben der Familien und die Verteidigung der Burg geregelt sind. Noch heute zeigt eine Tafel im Burghof von den vielen Fehden, die von den Burgbewohnern ausgetragen wurden.

1450 müssen die Ebersteiner kurzfristig die Burg an die Markgrafen von Baden verpfänden.

Im 16. Jh. ziehen die Burgbewohner in Ihre Häuser in den Niederungen ( Oberkich, Offenburg und Straßburg ). Die Burg wird langsam marode.

1650 - 1660 läßt der berühmte deutsche Dichter Johann Jakob von Grimmelshausen als schauenburgischer Verwalter nach Ende des dreißigjährigen Krieges den Südturm der Schauenburg abtragen und die Steine, zum Aufbau des Gaisbacher Schlosses, ins Tal rollen.

1730 wird die Anlage nur noch als Ruine bezeichnet.

Erst Anfang des 19. Jh. ist es den Bemühungen Emils von Schauenburg zu verdanken, dass die Reste der Burg erhalten und gesichert werden können.

1975 gründet der Stadtrat Rudolph Zillgith den "Förderverein zu Erhaltung der Ruine Schauenburg e.V.".