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Festungsruine Giech
( Festungsruine Giechburg )
(Scheßlitz)

Chronik:

Schon in frühmittelalterlicher Zeit stand auf dem Jurafels eine fränkische Siedlung.

In Ottonischer Zeit besitzt die Holzburg im Besitz der Markgrafen von Schweinfurt den Status einer Landesburg.

Die Erbauungszeit der Burg aus Stein datiert ins 12. Jh.

1125 wird erstmals ein “willehalm liber homo de gieche“ als Zeuge in einer Urkunde für das Kloster St. Michael genannt. Es handelt sich um den thüringischen Grafen Wilhelm von Lützenburg, dem zweiten Gemahl der Mechthilde von Beichlingen, die aus Schweinfurter Erbe die Besitzung Lichtenfels-Gieche erhalten hatte.

1130 kommt die Burg im Erbe an Wilhelms Stieftochter Adela und deren Ehemann Reginboto. Dies findet in einer Urkunde mit Nennung des Namens „reginboto de gieche“ Erwähnung.

Reginbotos Tochter bringt die Burg durch Heirat Graf Popo von Andechs zu.

1142 vermacht sie „ die veste gieche“ dem Hochstift Bamberg, doch ihr Mann Popo verweigert die Herausgabe der Burg, so dass die Andechser Lehensinhaber bleiben.

1260 kommt die merianische Erbschaft als Bamberger Lehen an die Grafen von Truhendingen.

1390 gelingt es schließlich Fürstbischof Lampert von Brun den Truhendingern das Erbrecht auf Giech für 44.000 Gulden abzukaufen. Die Burg wird zum Bamberger Amtssitz.

1430 fällt Prokop mit seinem Hussitenheer im Bamberg Land ein und zerstört die Burg. Doch Fürstbischof Anton von Rotenhan läßt sie alsbald wieder aufbauen. Unter ihm wir der Zugang von der Ost- auf die Westseite verlegt und erste Geschütze auf der Burg stationiert.

1525 im Bauernkrieg und

1553 im Markgrafenkrieg wird die Burg erneut zerstört und wieder aufgebaut.

1602 – 1609 läßt Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel die Burg dann zu einer ansehnlicher Bergfestung ausbauen.

Nach Gebsattels Tod verliert die Festung an Bedeutung, kann aber dank Ihrer starken Festungswerke den Anstürmen des 30-jährigen Krieges stand halten.

Ende des 17. Jh. hegt Fürstbischof Marquard Schenk von Stauffenberg den Gedanken die Festung um einen Kavaliersbau zu erweitern und die Gebäude in eine schlossartige Dreiflügelanlage umzuwandeln.

Doch 1693 stirbt Marquard und die der halbfertige Rohbau wird eingestellt.

1802 kommt die Burg im Zuge der Säkularisierung in bayrischen Staatsbesitz. Der für die Eingliederung Frankens und mit dem Abbrechen überflüssiger Gebäude beauftragte Bauinspektor Baron von Hohenhausen läßt die Dächer der Burg abdecken, um sie zu einer malerischen Ruine verwittern zu lassen.

1819 setzt Graf Hermann von Giech dem unsinnigen Treiben ein Ende und kauft den für sein Geschlecht namensgebenden Besitz.

Nach 1932 wechselt die Burg mehrfach den Besitzer.

1971 erwirbt schließlich der Landkreis Bamberg die Ruine, startet Sicherungsmaßnahmen, läßt den Westbau renovieren und richtet dort einen Gastronomiebetrieb ein.

Ab 1974 ist die Ruine der Öffentlichkeit zugänglich und entwickelt sich zu einem beliebten Ausflugsziel.

1982 wird der Bergfried renoviert, die Räumlichkeiten seither als Ausstellungsraum genutzt.