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Festungsruine Stein
(Baden)
Chronik:
Um 1000 soll die Burg entstanden sein. Als mögliche Bauherren kommen die
Grafen von Nellenburg in Frage, die zu dieser Zeit den Zürichgau
beherrschten.
Anfang des 12. Jhs. kommt die Burg in den Besitz der Grafen von
Lenzburg, die sich in der Folge nach Baden nennen.
1172 stirbt der letzte Lenzburg. Die Burg fällt im Erbgang an die Herren
von Kyburg.
1264 stirbt auch dieses Geschlecht aus. Der spätere König Rudolf von
Habsburg erbt die Burg. Unter ihm erlebt sie ihre Blütezeit, wird zur
Festung erweitert und zum Verwaltungssitz und Archiv aller
vorderösterreischicher Gebiete.
1315 zieht Herzog Leopold I. von hier aus in die Schlacht gegen die
Eidgenossen, die er verlieren sollte.
1346 wird die Burgkapelle St. Niklaus als Hofkapelle der Habsburger
erwähnt.
1415 belagern Eidgenossen auf Anweisung des deutschen Kaisers Sigismund
die Burg. Die Burgbesatzung unter der Führung von Landvogt Burkhart von
Mansberg leistet hartnäckigen Widerstand., muß sich aber letztlich
ergeben, als aus Bern schwere Geschütze heran gefahren werden. Die
Festung wird daraufhin geschleift und das Archiv nach Luzern überführt.
1653 wird die zerstörte Festung im Zuge des 1. Villmerkrieges wieder
aufgebaut, hatte aber gegen die moderne Attelerie keine Chance auf
Erfolg.
Während des Zweiten Villmergerkriegs (1712) ergibt sich die Garnison
kampflos. Die siegreichen Truppen aus Zürich zerstören die
Festungsanlagen vollends. In der Folge wird die Festung als Steinbruch
verwendet, um die zerstörten Wohn- und Kirchenhäuser der Stadt wieder
aufzubauen.
Ab dem 19. Jh. wird die Ruine als Aussichtspunkt touristisch interessant
und man beginnt mit der Sicherung des Mauerwerks.
In den letzten Jahren wurden immer wieder Konservierungsarbeiten am
stark verwitterten Mauerwerk ausgeführt.
1509 wird die Burg durch das Heer Maximilians von Augsburg eingenommen.
Danach kam sie kurz unter die Venezianer, ehe
1511 in einer schweren Schlacht die deutschen sich wieder der Burg
bemächtigten. Im selben Jahr kommt die Burg wieder in Besitz der
Republik von Venedig und eine längere Friedenszeit trat ein. Durch die
Einführung von Explosionsgeschossen wurde die Burg immer unbedeutender.
1556 kommt die Burg unter die Führung des Dogen Andrea Gritti.
1696 erwirbt diese Familie die Burg erneut, als sie von der Serenissima
verkauft wird.
Später wird die Burg in eine Landwirtschaft umgewandelt.
Diese Situation blieb so bis die Burg vom Rechtsanwalt Antonio Christani
übernommen wird.
Heute gehört die Burg der Familie Camozzi, die sich um den Erhalt der
Anlage bemüht.
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